Am 31. Januar 2010 wurde die Plant-for-the-Planet Foundation errichtet. Besonderheit der Stiftung ist der vorstehende Koordinationskreis aus Kindern, die alle als Botschafter für Klimagerechtigkeit aktiv sind, Pflanzaktionen organisieren und Vorträge halten. Ihr weltweiter Slogan heißt „Stop Talking. Start Planting“.
Hört auf zu reden, fangt an zu pflanzen. Den millionsten Baum in Deutschland pflanzen die Kinder zusammen mit allen Umweltministern der Welt auf dem Petersberg bei Bonn, wenn diese vom 2. bis 4. Mai 2010 zusammenkommen, um die Klimakonferenz in Mexiko Ende 2010 vorzubereiten.
Die Botschaft der Kinder an die Welt lautet: „Wir Kinder mischen uns ein, denn es geht um unsere Zukunft.“
Die Aktivitäten der Kinder werden von der Global Marshall Plan Foundation unterstützt. Viele Landesgruppen des Club of Rome helfen den Kindern beim Erreichen ihres Zieles. Die AVINA Stiftung von Stefan Schmidheiny, dem Gründer des World Business Council for Sustainable Development fördert die Kinder beim Aufbau eines weltweiten Netzwerks.

Plant-for-the-Planet – eine Schülerinitiative wird geboren
Die Initiative Plant-for-the-Planet wurde im Jahr 2007 ins Leben gerufen und hat ihren Ursprung in einem Schulreferat des damals 9-jährigen Felix Finkbeiners über die Klimakrise. Im Rahmen seiner Recherchen stößt er auf die kenianische Umweltaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai die in 30 Jahren 30 Millionen Bäume gepflanzt hat. Felix entwirft am Ende des Referats die Vision, Kinder könnten in jedem Land der Erde 1.000.000 Bäume pflanzen.
Sein Referat mit diesem Aufruf hält Felix auf Initiative seiner Lehrer auch in anderen Klassen und an anderen Schulen. Schon wenige Wochen später pflanzen die Kinder den ersten Baum und Klaus Töpfer, ehemaliger deutscher Bundesumweltminister und ehemaliger UNEP-Vorsitzender (United Nations Environment Programme – Umweltprogramm der Vereinten Nationen), wird Schirmherr der Schülerinitiative.
Ein halbes Jahr später verspricht Felix dem derzeitigen Vorsitzenden der UNEP Achim Steiner, dass die Kinder in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen. Jeder gepflanzte Baum entzieht bis er ausgewachsen ist der Atmosphäre etwa drei Tonnen CO2.
Entwicklung der Schülerinitiative Plant-for-the-Planet zur internationalen Bewegung
In den darauf folgenden zwei Jahren trägt Felix Plant-for-the-Planet in die Welt. Er wird UNEP Junior Board Member und spricht auf vielen weiteren wichtigen Umwelt- und Klimaveranstaltungen, so z. B. im November 2008 vor dem europäischen Parlament.
Den Sprung zur internationalen Kinderbewegung macht Plant-for-the-Planet im August 2009 auf der UNEP Tunza Children and Youth Conference in Daejeon, Südkorea. Hier stellt Felix seine Idee vor und fragt am Ende das Auditorium, wer ebenfalls eine Million Bäume in seinem Land pflanzen wolle. Innerhalb weniger Minuten kommen viele hundert Kinder aus 56 verschiedenen Ländern auf das Podium um sich Plant-for-the-Planet anzuschließen und die Idee in ihren Ländern in die Tat umzusetzen.
Seitdem entwickelt sich Plant-for-the-Planet zum internationalen Netzwerk und einer Initiative von Weltbürgern, die sich für Klimagerechtigkeit im Sinne einer Reduktion der Emission von Treibhausgasen und einer einheitlichen Verteilung dieser Emissionen auf alle Menschen einsetzen. Besonders wichtig ist den Kindern dabei der Aspekt, dass die Folgen der Klimakrise die ärmeren Länder ungleich stärker treffen.
Inzwischen engagieren sich bereits Kinder in 72 Ländern weltweit. Auch die UNEP unterstützt die Schülerinitiative Plant-for-the-Planet.
Zentrales Anliegen der Initiative und Plant-for-the-Planet Akademien
Die Plant-for-the-Planet Akademien werden seit Oktober 2008 zunächst deutschland-, später auch weltweit organisiert. Wichtigstes Merkmal dieser Veranstaltungen ist, dass sie von Kindern für Kinder gemacht werden. Zentrales Anliegen ist es, dass die Kinder sich gegenseitig für die Problematik der Klimakrise sensibilisieren und sich gegenseitig dazu befähigen, aktiv zu werden. Kinder, die sich als Botschafter für Klimagerechtigkeit engagieren, geben in den Akademien anderen das beste Beispiel dafür, dass sie die Klimakrise nicht untätig hinnehmen müssen, sondern soziale Verantwortung übernehmen und ihre Zukunft aktiv gestalten können. Indem sie über die Klimakrise informieren, Baumpflanzaktionen organisieren und ihrerseits andere zum Mitmachen anregen, können die Kinder gemeinsam viel bewegen – in einem globalen Netzwerk von Weltbürgern, die sich für Klimagerechtigkeit einsetzen.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es mittlerweile über 1.000 Botschafter für Klimagerechtigkeit. Im November 2009 fand sogar die erste Klimabotschafter-Akademie in China statt.
In den nächsten Jahren sollen in weiteren weltweiten Plant-for-the-Planet Akademien Botschafter für Klimagerechtigkeit ausgebildet werden, um das globale Netzwerk zu erweitern. Ziel ist es, bis 2020 in circa 20.000 Akademien eine Million Kinder auszubilden, die Plant-for-the-Planet in ihren Ländern verwirklichen.
Flankierende Kommunikationskampagne „Stop Talking. Start Planting.”
Um die Initiative bekannter zu machen und einerseits mehr Kinder zum Mitmachen zu bewegen, andererseits aber auch Erwachsene dafür zu gewinnen, Plant-for-the-Planet durch Spenden für die Organisation und das Pflanzen von Bäumen zu gewinnen, wird Plant-for-the-Planet seit Herbst 2009 von der Kommunikationskampagne „Stop talking. Start planting“ flankiert. Hier wird die Überzeugung der Kinder, dass Reden alleine nichts bringt und dass es höchste Zeit zum Handeln ist, auf plakative Weise bildlich umgesetzt. Die aufmerksamkeitsstarken Motive, auf denen Kinder Prominenten wie z. B. dem chinesischen Waldminister Jia Zhibang, dem Theologen Hans Küng, Peter Maffay oder dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer die Hand vor den Mund halten, sollen in Kürze als Plakat- und Anzeigenkampagne bundesweit zu sehen sein.