AB IN DEN WALD

Unser Plus-Energie-Bahnhof

Den 137 Jahre alten Bahnhof in Uffing am Staffelsee dämmten wir mit Holz. Wir produzieren mehr Energie als wir brauchen und liegen extrem verkehrsgünstig

Erlebe den Bahnhof von oben - im Drohnenflug-Video

Den blauen Bahnhof Uffing am Eingang zum Blauen Land hat die Stifterfamilie Finkbeiner energetisch saniert und mit einer 17,75 kWp-Photovoltaikanlage erweitert. Ein Batteriespeichersystem mit 24 Modulen und einer Kapazität von 11 kWh speichert den Strom, so dass das Gebäude auch nachts mit Sonnenenergie versorgt wird. Mit der Energie des Solar-Bahnhofs können Elektro-Autos und E-Bikes über zwei öffentliche Ladestationen kostenlos aufgeladen werden. Ein kostenloses Funknetz (Free WiFi) macht das Warten attraktiver und soll mehr Menschen dazu bringen vom Auto auf die Bahn umzusteigen.

Kostenlose Strom-Tankstelle am Bahnhof Uffing während der Eröffnung des Solar-Bahnhofs am 26. Juli 2015 Landrat Michael Rapp, Bürgermeister Josef Diepold, Florian Streibl MdL, Frithjof Finkbeiner, Franziska, Jule und Felix (v.l.n.r.)

Mit der Sanierung des 137 Jahre alten Bahnhofs mit seinem historischen Vordach aus der Zeit der königlich-bayerischen Eisenbahngesellschaft zum Ersten Plus-Energie-Bahnhof setzt Plant-for-the-Planet Zeichen und setzt gleichzeitig eine wichtige Tradition fort. Mit der Inbetriebnahme des nahegelegenen Walchenseekraftwerks im Jahr 1924 wurden mehrere Bahnstrecken, darunter auch die Strecke von München-Innsbruck, über Uffing mit sauberem Wasserstrom elektrifiziert. Oscar von Miller, der Erbauer des Walchenseekraftwerks bezeichnete schon damals Wasserstrom als „weiße Kohle“.  

Den sanierten Bahnhof überlässt die Stifterfamilie Finkbeiner mietfrei der Kinder- und Jugendstiftung Plant-for-the-Planet. Der Bahnhof ist der Stiftungssitz der deutschen Stiftung. Ein weiteres Büro unterhält Plant-for-the-Planet an derselben Bahnstrecke nur drei Stationen weiter in Tutzing am Starnberger See, natürlich auch ganz nah am Bahnhof. Denn weltweit entstehen 22% des CO2-Ausstoßes beim Transport und 40% beim Wohnen und Arbeiten. Auch hier wollen wir Kinder und Jugendliche zeigen, dass es auch anders geht.  

Wie viel Energie der Bahnhof jetzt gerade produziert, kann jeder live verfolgen:

 

Wir danken den Handwerkern, die das Projekt verwirklicht haben:
Suphi Aslan, Georg Buchner, Hans Buchner, Xaver Drexel, Bernd Dürr, Klaus Hoffmann, Max Kandlinger, Alois Kölbl, Ralf Ludwig, Franz Mayr, Hans Orlandi, Michael Sanktjohanser, Armin Schleuder, Kazimierz Skwarek, Christian Weiß, uv.a.  

 

Wir danken den Lieferanten für ihre vorbildlich ökologischen Produkte:
Bauder, Baumit, Bayerwald, Caparol, Creaton, Dosteba, Gienger, Grünbeck, HeidelbergerCement, Inthermo, Kircher, Schöck, Solar Fabrik,Steico, Systemair, Vaillant, VARTA Storage, ZEG, u.v.a

Zur Wärmesanierung gehören eine 25-cm-Dachdämmung mit Holzfaserplatten von Steico unter Tonziegeln von Creaton und über Dachpappe von Bauder, sowie eine 18-cm-Holzfaser-Fassadendämmung von Inthermo. Sie machen aus dem 137 Jahre alten Gebäudes ein Niederenergie-Haus. Alle Wärmebrücken wurden konsequent vermieden, so wurde das historische Vordach mit speziellen Iso-Körben von Schöck befestigt, so dass selbst diese 32 Stahlschrauben thermisch isoliert sind. Kleinere Schrauben wurden in Dosteba-Dübeln befestigt. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung von Systemair spart Energie über einen Wärmetauscher und verhindert gleichzeitig Schimmelbildung. Den Estrich über der Fußbodenheizung lieferte HeidelbergCement, den Innenputz Baumit, die Wasseraufbereitung Grünbeck. Varta Storage lieferte die Batteriespeicher Engion Family, Solare Datensysteme ein Energieverwaltungssystem namens Solar-Log, dessen Werte im Warteraum gezeigt werden und hier online live abrufbar sind. Alle genannten Lieferanten haben die Kinder und Jugendstiftung Plant-for-the-Planet mit großzügigen Materialspenden unterstützt. Zu Sonderkonditionen lieferten Bayerwald die dreifachverglasten Lärchenfenster und die Türe, Schletter die Auto- und Fahrrad-Ladestationen, Vaillant die Solarthermie und den Wasserspeicher, Kircher die Schrauben, Gienger die Sanitärtechnik und Baywa die Baustoffe. Alle haben dazu beigetragen, dass der Bahnhof enkeltauglich auf dem höchsten Stand der Technik saniert und gleichzeitig das Budget eingehalten werden konnte.

Wir bedanken uns bei den Bürgern für ihre vielen konstruktiven Ideen.

Wir danken ganz besonders der Deutschen Bahn für die extrem konstruktive und unkomplizierte Zusammenarbeit. Der Gemeinde Uffing danken wir, dass sie sich mit einer Miete für den Warteraum an den Sanierungskosten beteiligt und so den Reisenden das Warten angenehm gestaltet.

Ein Info-Blatt über den Bahnhof als PDF gibt es hier.