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Thailand wird Mitglied in der Familie der Klimabotschafter - mit einer ganz speziellen Akademie

25.10.2013

ImageHat Yai, eine Stadt im Süden Thailands, ist Heimatstadt der ersten Klimabotschafter Thailands, nachdem Lehrer Benjamas Nak-long eine großartige Plant-for-the-Planet Akademie organisiert hat. Die Akademie war Teil eines zweitägigen Öko-Camps mit Übernachtung in Hat Yai Wittayalai, bei dem Schüler von zwei verschiedenen Schulen diverse Umweltthemen in Verbindung mit Spiel und Spaß behandelten.
Am ersten Tag lernten sie die Bäume des Schulhofs zu benennen und recherchierten weitere Informationen im Internet.

Den zweiten Tag widmeten die Schüler ganz und gar Plant-for-the-Planet. Doch ging das Programm durchaus weit über den Umfang einer üblichen Akademie hinaus.
Es wurden nicht nur 180 Fuchsschwanzpalmen rund um den Schulhof gepflanzt, sondern die Schüler starteten auch eine Teich-Rettungsaktion!
Der See in der Nähe des Schulgeländes war gekippt und Effektive Mikroorganismen (EM) sollen nun helfen den See zu regenerieren. Die EM in Form von Kugeln wurden präpariert und die Schüler versenkten sie im See. Nun sollen die Bakterien in den EM-Kugeln dem See dazu verhelfen sein natürliches Gleichgewicht wiederherzustellen.
Benjamas Nak-long unterrichtet neben Naturwissenschaften auch Meditation. In den Jahren, in denen sie im Bereich der Umwelterziehung tätig ist, erhielt sie schon verschiedene Auszeichnungen – Nak-long wendet Meditation an um junge Umweltaktivisten für ihre schwierige Mission zu stärken. Während der Akademie gebrauchten die Schüler verschiedene einfache Meditations-Techniken um sich besser zu konzentrieren und ihre „Energiereserven wieder aufzufüllen".
Das Weltspiel wurde zur spannenden „Reise" – in der Kuchenpause verteilten die Kinder Essen und Trinken an „Afrika", „Amerika", „Europa" und „Asien" gemessen an dem Wohlstand, den die Menschen auf den Kontinenten haben. Das Ergebnis war ein Überfluss in Nordamerika und Europa während Afrika fast leer ausging.
Beim Camp gab es Beteiligungen von Freiwilligen aus Kanada, Spanien und Südafrika, die das Weltspiel mitspielten und ihre Kontinente vertraten. Das machte alles unglaublich greifbar. Am Ende des Spiels entstand eine interessante Diskussion. „Ihr könnt uns nicht dafür verurteilen, dass wir Kohle verbrennen, nur weil wir uns ein besseres Leben wünschen", verteidigte Afrika sich während Europa anmerkte: „Es wäre einfach Wohlstand neu zu verteilen, wenn man schlichtweg ein Stück Brot „rüber schmeißen" könnte, aber wie kann man das tatsächlich realisieren?" Die Asiaten verfolgten die Diskussion und Nordamerika registrierte nicht wirklich, was im Rest der Welt so geschah, weil sie so sehr von der Masse an Essen abgelenkt wurden.

Hier einige Bilder.

 

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