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Die Jagd nach Joachim Gauck ...

17.11.2014

Plant-for-the-Planet Botschafter David aus Luxemburg hatte vor kurzem die Gelegenheit, den deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck persönlich zu treffen und ihm Plant-for-the-Planet vorzustellen. Hier erzählt er euch die ganze Geschichte:

"Der Bundespräsident war zu einem 3-tägigen Staatsbesuch in Luxemburg. Ich wusste ungefähr 3 Monate vorher, dass er kommt und ich wusste direkt, dass ist meine Chance. Ungefähr einen Monat davor war die Akademie bei uns in der Schule. Zum Glück haben sich auch Schüler aus meiner Schule ausbilden lassen so war ich nicht mehr der einzige. Er kam am Mittwoch den 5. November. Außer mir kam noch Laurin mit mir zum Empfang. Es waren ungefähr 100 Schüler die ihn empfangen haben. Wir haben den Bundespräsidenten draußen empfangen. Wir hatten die ersten 2 Stunde normalen Unterricht. Dann wurden die 100 Schüler aufgerufen, nach draußen zu gehen und auf ihn zu warten. Ich habe zu Laurin gesagt, wenn der Bundespräsident uns nicht sieht, müssen wir ihn auf jeden Fall rufen. Deswegen wurden wir auch erstmal von vielen belächelt weil sie nicht dran glaubten, das er zu uns kommt. Dann nach einer 3/4 Stunde in der Kälte kam die Limousine mit Polizeischutz angefahren. Ich war mega nervös und hatte den Fotoapparat in der Hand. Dann kam der Bundespräsident mit seiner Lebensgefährtin und dem Großherzog. Sie haben uns nicht gesehen aber dann hat Laurin ihn gerufen. Ich war erstmal baff. Klar, ich habe ihm gesagt, dass wir ihn rufen sollen, aber wenn es dann mal soweit ist, ist man doch aufgeregt. Er kam dann auf uns zu und das Geblitze der Presse hat uns geblendet. Er hat Laurin die Hand geschüttelt. Laurin hat uns vorgestellt und gesagt das wir bei Plant-for-the-Planet sind und gerne ein Foto mit ihm machen würden. Ob er denn einverstanden sei hat Laurin ihn gefragt. Er hat dann gesagt, dass er erstmal den Schulleiter fragen müsse und der hat ja gesagt. Der Schulleiter kennt mich ja ziemlich gut. Ich habe dann dem Herrn Gauck gesagt das wir ihm den Mund zuhalten würden aber das hat er direkt abgelehnt und ist dann erstmal weitergegangen in die Schule rein. Da durften wir nicht mit. Wir waren erstmal ein bisschen enttäuscht, aber wir hatten ja immerhin schon mal die Aufmerksamkeit der Presse geweckt.

Wir gingen dann in unsere Klassen. Ich habe mir aber schon gedacht: so schnell gibst du nicht auf. Die ganze Schule sollte noch ein Foto mit ihm machen da wollte ich dann die Chance ergreifen. Nach 10 Minuten sind dann alle Klassen auf den Pausenhof gegangen, wo es 8 große Treppenstufen gibt. Dort haben wir uns dann platziert. Für die Gäste waren auf der untersten Stufe Kissen. Ich war leider sehr weit oben. Meine nette Tutorin Frau Donie hat dann gesagt: "David du musst weiter runter, sonst kriegst du ihn nicht." Gesagt, getan. Ich habe mich weiter unten platziert damit ich ggf. ihn abfangen kann oder schnell irgendwohin laufen kann. Dann kamen erstmal die Leute vom Chor, die dem Gauck drinnen erstmal was vorgesungen haben und haben sich dann draußen platziert.

Ich habe mir schon gedacht, die warten doch nicht, bis nach dem Foto erstmal alle 600 Schüler in ihren Klassen sind sondern lassen erstmal die Gäste wieder rein gehen. Da habe ich überlegt, wie ich das machen soll. Ich habe denen vom Chor erzählt, was ich machen wollte und da haben die gesagt, dass die gemeinsam mit dem Gauck reingehen, weil sie ihm noch etwas vorsingen. Ich kann ruhig mit denen gehen, haben sie gesagt. Nach einer kurzen Ansprache vom Gauck und vom Großherzog sind wir dann in die Aula gegangen. Ich habe mich ein bisschen abseits gestellt, weil der Chor erst noch gesungen hat und ich nicht im Bild stören wollte.

Dann hat sich der Gauck verabschiedet und es sah so aus, dass er direkt rausgeht und ich keine Chance mehr habe, ihn zu erwischen. Dann bin ich aber hinterher gegangen und habe gesehen, dass er nur kurz weg war. Mich hat einer im Anzug gefragt was ich den möchte und dann habe ich gesagt, dass ich ein Foto mit dem Gauck machen möchte. Da hat er gesagt, ich solle schon mal alles fertig machen damit es sehr schnell geht. Also habe ich meine Kamera ausgepackt und sie einem meiner Lehrer gegeben der neben mir stand und mich auch unterstützt. Dann kam der Gauck und der Herr im Anzug sagte was zum Gauck. Dann kam der Gauck und legte mir einen Arm um die Hüfte und ich einen Arm an seiner Hüfte und dann machte der Lehrer schnell das Foto. Dann sagte der Gauck zu mir: "Hast du doch noch dein Foto bekommen" und hat gelacht. Ich habe mich bedankt und dann ist er auch schon gegangen. Das war die Geschichte."

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