AB IN DEN WALD

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Wolfenbüttel: Das Gymnasium Große Schule pflanzt am 22.04.2008 300 neue Bäume

22.04.2008

Nur wenige Wochen lief die Spendensammlung unter Mitschülern, Eltern und Freunden der 5. und 6. Klassen der Großen Schule, die von den Klassen 6a und 5b veranstaltet und von ihrem Lehrer Reinhard Faudt betreut wurde, da waren über 400 Euro beisammen, das reichte für 300 Pflanzen: Elsbeere, Speierling und Vogelkirsche, Baumarten, die fast schon als ausgestorben galten.

Mit Spaten, Handschuhen und bester Laune ausgestattet, kehrte die 6a mit Klassenlehrerin Daniela Jäkel und ihrem Projektleiter für einen Vormittag den Rücken um sich beim Graben "mal so richtig auszutoben". Wuchernde Schlingpflanzen und unerwünschtes Geäst mussten beseitigt, Pflanzlöcher gegraben und die jungen Bäume rasch eingesetzt werden, damit ihre Wurzeln nicht vertrockneten. Dabeihalfen Forstreferendar Mario Knappe und Schulpraktikant Marvin Carl.

In mehrjähriger Zusammenarbeit mit Revierförster Gerd Hansen hat das Forstprojekt der Großen Schule nun die zweite Pflanzung vorgenommen und insgesamt etwa 800 Bäume gepflanzt. Damit zählt die Große Schule zu den 20 topaktiven Schulen in Deutschland. "Das bringt weitaus mehr, als zig Stunden Unterricht, in dem ja auch Klimaschutz zum Thema gemacht wird", findet der Projektleiter Reinhard Faudt.

"Nur ganz wenige Pflanzen habt ihr zu locker eingesetzt", lobte am Ende der zuständige Revierförster Gerd Hansen die jungen Pflanzer. Das Projekt der Schule findet er besonders wichtig, da man der Forstverwaltung gern nachsage, dass sie zuviel Holz schlage. Der Patenschaftswald sei nun eigenverantwortlich von der Großen Schule zu pflegen. "Wenn ihr später Abi macht, dann geht ihr hierher und schaut hinauf zu eurem Baum, den ihr heute gepflanzt habt", meinte Forstamtsleiter Franz Hüsing. Auf Nachfrage eines Schülers, wohin denn die Buchenstämme gingen, auf denen die Klasse sitze, meinte er bedauernd, die gingen nach China, das zur Zeit eine riesige Nachfrage nach Holz und anderen Rohstoffen habe, die inländische Nachfrage sei momentan zu gering.

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