AB IN DEN WALD

Filteroptionen öffnen

Gemeinsam für Wassergerechtigkeit und Klimaschutz

09.03.2020

Am 19. Januar 2020 hielt die Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin Vandana Shiva einen Vortrag mit dem Titel "Eine andere Welt ist möglich". Unsere Botschafter Bilke und Johannes waren dort aktiv und berichten von der inspirierenden Veranstaltung:

,,Wir durften im Anschluss an den Vortrag an einem Infostand die Gäste des ausverkauften Thalia-Theaters in Hamburg über unseren Beitrag zu einer anderen, zukunftsfähigen Welt informieren. Dabei erzählten wir auch, wie die Gute Bio-Schokolade dazu beitragen kann: ,Für jede dritte Tafel Schokolade pflanzen wir einen Baum, der Photosythese betreibt und CO2 einspeichert. Bäume sind die einzige Chance, die die Menschheit hat, um die Klimakrise zu bremsen. Selbstverständlich muss jeder Mensch mit hohem CO2-Ausstoß diesen senken. Das gehört zur Bekämpfung der Klimakrise noch dazu.' Wir haben natürlich noch mehr erklärt, wenn die Zuhörer mehr wissen wollten: ,Ein Baum bringt noch weitere Vorteile dorthin, wo er gepflanzt wird. Denn Bäume verhindern Wüstenausbreitung und förden den Wasserkreislauf in der Natur. Jeden Tag pflanzt Plant-for-the-Planet durchschnittlich 5000 Bäume und schafft dadurch über 100 Arbeitsplätze.'

Dass der Einsatz für das Klima auch Vorteile für die lokale Bevölkerung mit sich bringt, passt sehr gut zu dem Engagement von Vandana Shiva. Sie hat zum Ziel, dass die Menschen in ihrem Heimatland Indien und überall auf der Welt ihre Nahrungsmittel selber unweltfreundlich anbauen können. Sie engagiert sich, damit Gemeinschaftsgüter wie Saatgut und Trinkwasser, die allen Menschen gehören sollten, nicht durch Konzerne privatisiert werden. Dadurch bleiben diese indischen Bauern unabhängig von Konzernen, die sonst privatisiertes Wasser und Saatgut kaufen müssten. 

Das Engagement trägt gleichzeitig effektiv zum Klimaschutz bei, weil lokale und biologische Nahrungsmittelprodukteuion weniger CO2 verursacht als industrielle Landwirtschaft, die sich mit der Privatisierung in Indien ausbreitet. Dafür werden große Flächen bewirtschaftet, auf denen sich Schädlige schneller ausbreiten als auf bäuerlich genutzten kleineren Flächen. Um die Schädlinge abzuwenden, müssten Pestizide und für hohen Ertrag Phosphat- und Stickstoffdünger eingesetzt werden. Beide verbrauchen bei der Herstellung viel CO2 und vernichten die Artenvielfalt.

Viele Menschen sagen, die Erwachsenen würden sich die Erde von der jüngeren Generation leihen. Vandana Shiva sagt dazu, dass die Erde eigentlich niemandem gehört, weil sie ja keinen Besitzer hat. Wir, jung und alt, müssen aber verantwortungsvoll mit der Erde umgehen, da sie uns ernährt und wir auf ihr leben können, obwohl sie uns gar nicht gehört.

Neben Vandana Shivas Einsatz für die Umwelt und für umweltfreundliche Landwirtschaft von Bauern anstatt Agrarkonzernen wie Monsanto gibt es weitere Gemeinsamkeiten ihres Engagements und dessen Plant-for-the-Planets: Schon als sie jung war, umarmte Vandana Shiva Bäume, damit große Waldgebiete in Indien nicht gerodet werden. Sie sagte:,Wenn ihr diesen Baum fällen wollt, müsstet ihr zuerst mich töten.' Ihre Aktion hatte Erfolg: Die Regierung stellte Geld für Kredite zur Verfügung, um die Wälder zu erhalten."

Zurück