AB IN DEN WALD

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Schon 30.000 Bäume gepflanzt

17.06.2019

Jedes Jahr pflanzen Schülerinnen und Schüler der Meckenheimer Theodor-Heuss-Realschule Bäume - schon 30.000 Bäume konnten sie pflanzen. Unterstützt werden sie dabei vom das Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft und vom Meckenheimer Unternehmen „Degen Dachhandwerk“. Die Initiative zur Pflanzaktion kommt von den Inhabern der Firma Degen, Bärbel und Martin Weihsweiler. „Mein Mann und ich sind vor vielen Jahren von Plant-for-the-planet hierzu inspiriert worden.“, sagt Bärbel Weihsweiler.

Über die Pflanzaktion im April 2019 berichtete Peter Adolf von der Lokalzeitung Blickpunkt:

„Gemeinsam – mit jungen Menschen – etwas für den Klimaschutz zu tun, das hat uns angetrieben“, so Bärbel Weihsweiler. Und so gehen seit zehn Jahren jeweils drei Klassen des achten Schuljahres (pro Tag sind es immer rund 30 Schülerinnen und Schüler) in den Kottenforst, um hier unter Fichtenwäldern („ein aussterbendes Modell“, so Forstamtsleiter Uwe Schölmerich) Rotbuchen zu pflanzen, die als heimischer Laubbaum auch viel idealer in die hiesigen Wälder passen und viel besser mit dem Klima zurechtkommen.

10 Jahre ein solch erfolgreiches Projekt – darauf waren natürlich alle Beteiligten stolz. Uwe Schölmerich sowie seine Kollegen Klaus Striepen und Wolfgang Bongardt dankten der Schule sowie dem Meckenheimer Unternehmen für ihr Engagement und sprachen von einer „Investition in die Zukunft“. Denn rund 100 Jahre wird es dauern, bis aus den jungen Setzlingen, die aus einer Baumschule kommen, einmal stattliche Bäume geworden sind. Schölmerich: „Dass hier vor zehn Jahren seitens des Unternehmens und der Schule schon erkannt wurde, dass etwas für den Klimaschutz, für unsere Wälder, getan werden muss, ist schon beeindruckend. Hier waren alle ihrer Zeit voraus“. Zu Ehren der Initiatoren stellte das Forstamt eine zwei Meter hohe Eiche zur Verfügung, die gemeinsam in Ippendorf im Kottenforst gepflanzt wurde und die zukünftig an diese in der Region einzigartige Aktion erinnern soll.

„Es macht Spaß, und es ist eine große Freude, gemeinsam mit jungen Menschen hier etwas zu bewirken“, betonte Bärbel Weihsweiler. Sie habe viel Respekt vor der Leistung der Schülerinnen und Schüler. Der Dank gehe aber auch an das Forstamt, das die Fläche für die Aufforstung vorbereite. Die Setzlinge kommen aus einer Baumschule. Die Kosten hierfür werden über ein Aufforstungsprogramm finanziert. Für alles andere – also die gesamte Organisation an den drei Tagen einschließlich dem Bustransport – diesmal nach Ippendorf und auch für ein zünftiges Mittagessen im Wald – kommt die Firma Degen auf, die natürlich an allen drei Tagen auch mit ihren Mitarbeitern vor Ort ist und bei der Pflanzung der Bäume ebenfalls tatkräftig mit anpackt.

„Unglaublich dankbar“ über dieses gemeinsame Projekt zeigte sich auch Schulleiterin Claudia Hesseler. Es sei wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung, stelle daneben aber auch körperlich eine Herausforderung dar. Und die vorherige fachliche Begleitung des Projektes in der Schule durch den Umweltpädagogen des Forstamtes, Manfred Hören, sei eine Bereicherung für den Unterricht.

Arbeiten an der frischen Luft macht aber auch hungrig. Die Mitarbeiter der Firma Degen hatten am Waldweg Bänke und Tische aufgestellt. Bärbel und Martin Weihsweiler füllten die Porzellanteller (ganz bewusst kein Plastikgeschirr) mit Kartoffelsuppe und Rinderwürstchen. Junge Bäume pflanzen, anschließend gemeinsam im Wald essen – für die meisten der jungen Menschen war dies schon eine neue Erfahrung. „Eine gute und interessante Sache“, meinte Schülerin Angelina Schneider. Und natürlich will sie auch in den kommenden Jahren ihre Bäume im Auge behalten und einmal nachschauen, was aus ihnen geworden ist. Allerdings wachsen junge Bäume nicht so schnell in den Himmel: „Rund einen halben Meter pro Jahr“, so die Forstexperten.

Und natürlich waren sich alle – Forstamt, Realschule sowie Martin und Bärbel Weihsweiler – einig: Die Baumpflanzaktion wird auch in den kommenden Jahren fortgesetzt.

Den ganzen Artikel über die Pflanzaktion lest ihr hier. Foto: Peter Adolf, Blickpunkt

 

Wer selbst Bäume pflanzen will, kann sich zur Akademie anmelden. Im Herbst bilden wir wieder Kinder und Jugendliche zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit aus.

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