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MiniMax-Baumpflanz-Aktion am Albert-Magnus-Gymnasium Ettlingen

06.12.2007

Sie sind bepackt mit Spaten und Hacke, Ausdauer und Neugierde - und sie wollen die Umwelt ein kleines Stückchen besser machen.

Als sich rund 70 SchülerInnen am Freitagmittag nach Schulschluss via Bus oder Fahrrad zum Runden Plom aufmachen, haben die wenigsten von ihnen bereits einen Baum gepflanzt. "Ich habe einmal einen geschenkt bekommen, der zog dann sogar mit in den neuen Garten um", wusste Erdkundelehrerin Frau Keller-Collmar stolz zu berichten. Trotz ihres freien Tages findet sie die Idee zu gut, um einfach zu Hause zu bleiben. "Das geht uns doch alle an."

Ähnlich wie sie sehen es auch die Schüler, vornehmlich aus Klasse 5, die sich wohlgelaunt einen Weg durch den Wald bahnen. Geographielehrer Herr Führinger erfuhr von der weltweiten Aktion der Vereinten Nationen ("One Billion Tree Campaign"), suchte im AMG nach Unterstützenden - fand sie in SMV, Eltern und engagierten Schülerinnen, denen die Umwelt nicht egal ist. "Pro Jahr verbraucht eine Familie genau so viel CO2, wie man mit 1000 neu gepflanzten Bäumen ausgleichen könnte!", verdeutlichen die Organisatoren zu Beginn und machen allen Umweltaktionisten damit klar, wie wichtig ihr Einsatz auf. Das greift auch Bürgermeisterin Frau Petzold-Schick auf, die es sich nicht nehmen lässt, gemeinsam mit Schulleiter Obermann und Bildungsamtleiter Bubel alle angehenden Baumpflanzer persönlich zu begrüßen – im Wald, hinter dem "Runden Plom".
Nach kurzer Einführung geht es dann endlich los: "Ich nehme die Kirschen!", meint Dominik gleich und sucht mit den Jungpflanzen nach einem geeigneten Standort für sein Vorhaben: Zumeist in 3er- oder 4er-Teams wird die Arbeit klar aufgeteilt: Waldstück von Laub und Gras befreien, mit dem Spaten ein tiefes Loch graben, den Jungbaum langsam einsetzen und die ausgehobene Grube wieder mit frischer Erde bedecken. Wichtig dabei: Die frischen Wurzeln möglichst nicht mit den Füßen berühren, damit sie keinen Schaden nehmen. "Wir brauchen noch mehr Erde", meint Lukas – und sticht kurzerhand mit seinem Spaten in einen großen Erdklumpen. "Hier ist ein tolles Lager."

Nach gut zehn Minuten ist der neue Baum gepflanzt - drei Menschen sind dabei im Einsatz. "Die Mitarbeiter vom Forstamt schaffen in einer Stunde 15 Bäume!", spornt Revierleiter Thomas Bauer die jungen Mithelfer zu stärkeren Höchstleistungen an - Frieda protestiert: "Wir achten eben auf die Qualität und nicht unbedingt auf die Quantität." Jeder Schülertrupp aus der Unterstufe bekommt ältere Unterstützung an die Seite gestellt - gemeinsam geht es besser. "Die Mitarbeiter vom Forstamt helfen uns ganz toll", ist eine Schülerin glücklich – für sie ist die Arbeit mit Spaten und Hacke zwar ungewohnt, aber der gute Sinn der Sache sehr verständlich. Herr Führinger packt auch selbst mit an und ist voll des Lobes: "Die machen das alle prima!", ruft er - um sich anschließend sofort dem nächsten Baum zu widmen.

Am Ende haben die AMGler rund 500 neue Jungbäume gepflanzt - Revierleiter Bauer und Kollege Lauinger sind begeistert: "Es kommt gar nicht so sehr auf die Menge der gepflanzten Bäume an, sondern vielmehr auf das Bewusstsein der Schüler." Viele wissen durch das Bäumepflanzen nun, dass man auch mit ganz kleinen Dingen die Umwelt verbessern kann - und achten darauf vielleicht auch in Zukunft.

Eine Wiederholung der Baumpflanzaktion scheint nicht ausgeschlossen. Als die Organisatoren am Ende fragen, wem das Pflanzen so viel Spaß gemacht hat, dass er noch mal dabei sein würde, gehen schnell alle Finger nach oben.
Vielleicht lassen sich bis dahin sogar weitere Schüler von dieser guten Sache begeistern. "Dann bekommen noch mehr Bäume ein neues Luxusbett!", freut sich eine Schülerin bereits jetzt.

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