Bäume sind genial!

Wieviele Bäume gibt es auf der Welt?

Im Auftrag von uns Kinder von Plant-for-the-Planet haben sich Wissenschaftler von Yale und 23 weiteren Universitäten mit dieser Frage befasst. Erst vor wenigen Wochen, im September 2015, haben sie eine endgültige Antwort auf diese Frage veröffentlicht – 3.000 Milliarden Bäume zählt die Erde! Dies scheint auf den ersten Blick eine enorm große Zahl, doch die Wissenschaftler haben ebenfalls herausgefunden, dass wir Menschen bereits 46%, also fast die Hälfte, aller Bäume die es einmal gab zerstört haben. Die Studie zeigt weiter, dass wir immer noch rund  15 Milliarden Bäume pro Jahr durch Abholzung verlieren.

Wieviele Bäume könnten wir pflanzen?

Wir Kinder von Plant-for-the-Planet haben uns das Ziel gesetzt bis zum Jahr 2020, gemeinsam mit Unternehmen, Staaten und Organisationen, weltweit 1.000 Milliarden Bäume zu pflanzen. Unsere Freunde die Wissenschaftler haben uns gezeigt, dass es einmal rund 6.000 Milliarden Bäume auf der Welt gab. Davon sind leider nur noch rund 3.000 Milliarden übrig. Demnach haben wir genug Platz für 1.000 Milliarden neue Bäume und zwar ohne in Konkurenz zur Landwirtschaft und Siedlungsbau zu treten und ohne in Wüsten pflanzen zu müssen.


Warum sind Bäume so wichtig?

Bäume übernehmen eine Vielzahl von Aufgaben für uns - unschlagbar günstig und super effizient:

Bäume sind die einzigen extrem günstigen und kinderleicht vermehrbaren CO2-Speicher. Wissenschaftler der Oxford University haben das Baumpflanzen zur besten Methoden ernannt, um Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre zu binden und der globalen Erwärmung entgegen zu wirken. Bäume sind kinderleicht zu pflanzen, entziehen der Atmosphäre über Jahre CO2 und binden dieses langfristig. Im Durchschnitt rechnen wir mit 10kg CO2 Bindung pro Baum pro Jahr. In den Tropen liegt dieser Wert um ein Vielfaches höher.

Bäume regulieren den Niederschlag und sind Teil des Wasserkreislaufs. An einem einzigen Tag kann ein großer Baum bis zu 370 Liter Wasser aus dem Boden aufnehmen und in die Atmosphäre freisetzen. Die Blätter der Bäume fangen zudem Wasser in Form von Regentropfen auf. Dieses Wasser verdampft anschließend und verursacht, durch Wolkenbildung, andernorts neuen Niederschlag. Dieser Prozess wird Evapotranspiration genannt. Evapotranspiration verursacht im Jahresdurchschnitt rund 40% unseres Regens.

Bäume kühlen die Erde, in dem sie zur Wolkenbildung beitragen. Wälder fördern durch die Ausschüttung von Isopren, ein bestimmter Kohlenwasserstoff, die Entstehung spezieller Wolken die die Erde kühlen. Die Kühlung erfolgt über den sogenannten Albedo Effekt. Albedo bezeichnet dabei die Fähigkeit von Flächen, die Sonneneinstrahlung zu reflektieren. Wolken sind eine solche Reflektionsfläche. Wenn wir also durch weltweite Aufforstung dazu beitragen können, dass mehr Sonneneinstrahlung zurück ins Weltall reflektiert wird, wirken wir aktiv der Klimakrise entgegen.

Bäume reinigen die Luft. Bäume nehmen nicht nur CO2 und andere Treibhausgase wie Kohlenmonoxid oder Schwefeldioxied auf, sondern stoßen auch wertvollen Sauerstoff aus. Ein einzelner Baum kann bis zu 5 kg Luftschadstoffe im Jahr aufnehmen und im gleichen Zeitraum bis zu 130 kg Sauerstoff produzieren.


Mit 1.000 Milliarden neuen Bäumen speichern wir über ein Viertel unseres aktuellen weltweiten CO2-Ausstoßes und gewinnen wertvolle Zeit, um das Zwei-Grad-Ziel doch noch zu erreichen. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt wie genial Bäume sind, findet ihr unten den Link zu verschiedenen Studien und Veröffentlichungen.