Yucatán Renaturierung

Schutz und Wiederaufforstung der Wälder der Halbinsel Yucatán
Unser 118 Personen starkes Renaturierungsteam auf der Halbinsel Yucatán arbeitet intensiv während der Regenzeit von Juli bis Dezember. Unser Ziel für 2022 ist es, 3 Millionen Bäume zu pflanzen. Dank der engagierten und effizienten Arbeit aller Beteiligten sind wir in der Lage, für jeden gespendeten Euro einen Baum zu pflanzen.
Bäume spenden
Tage
bis Ende der Pflanzsaison 2022
512,381
Bäume
gepflanzt in der Pflanzsaison 2022
8,383,757
Bäume
gepflanzt seit 2015
Ein Projekt von Plant-for-the-Planet Mexiko, unterstützt von Plant-for-the-Planet Weltweit.

Yucatán Restaurierung

Unser 118 Personen starkes Restaurierungsteam auf der Halbinsel Yucatán arbeitet intensiv auf das Ziel hin, in der kommenden Regenzeit von Juli bis Dezember zwei bis drei Millionen Bäume zu pflanzen. Dank der engagierten und effizienten Arbeit aller Beteiligten sind wir in der Lage, für jeden gespendeten Euro einen Baum zu pflanzen.
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bis Ende der Pflanzsaison 2022
512,381
Bäume
gepflanzt in der Pflanzsaison 2022
8,383,757
Bäume
gepflanzt seit 2015
Ein Projekt von Plant-for-the-Planet Mexiko, unterstützt von Plant-for-the-Planet Weltweit.

Wiederbepflanzung von Weiden und Wiederherstellung von Wäldern

Wir arbeiten an der Wiederherstellung der Waldflächen in und um das Naturschutzgebiet San Felipe Bacalar, sowie in den Biosphärenreservaten Balam-Kú und Calakmul. Diese Flächen umfassen zusammen 20.000 Hektar – das entspricht einer Fläche größer als das Land Liechtenstein.

Unsere Pflanzflächen sind unterschiedlich stark degradiert: Einige Gebiete waren bis vor kurzem noch Weideflächen. Hier stehen nur noch vereinzelte Bäume (wie Teile von Las Americas 5 & 7).

Andere Gebiete wurden zwar nie vollständig abgeholzt, doch entweder wurden die wirtschaftlich gesehen wertvollsten Bäume gefällt oder erhebliche Teile des Waldes durch Brände zerstört (wie San Felipe Bacalar A and B). Beides hat zur Folge, dass ein Waldstück mit sehr geringer Biodiversität zurückbleibt. Wieder andere Waldteile sind noch nahezu intakt und weisen eine sehr hohe Artenvielfalt auf. Hier greifen wir so wenig wie möglich ein, schützen den Wald und lassen ihn sich von ganz alleine regenerieren (wie auf Las Americas 3 & 4).

Nach Schätzungen von Global Forest Watch machte die Entwaldung in den drei Bundesstaaten der Halbinsel Yucatán (Campeche, Quintana Roo, Yucatán) 42,3 % aller Wälder aus, die zwischen 2001 und 2020 in ganz Mexiko verloren gingen

Flächen erkunden
22,500 Hectares on Yucatán and hundreds of small farmers in Mexico

In der Pflanzsaison 2022 gepflanzte Bäume (Juni–Dezember)

Wir planen, in der Pflanzsaison 2022 über 3 Millionen Bäume zu pflanzen. Wann wir pflanzen oder pausieren, bestimmt der Regen. Unsere Teams arbeiten normalerweise 10,5 Tage am Stück vor einem verlängerten Wochenende. Die Pflanzung begann am 3. Juni und wird voraussichtlich bis Mitte Dezember andauern.

In der Pflanzsaison 2021 gepflanzte Bäume (Juli–Dezember)

Im Jahr 2021 haben wir insgesamt 1.665.383 Bäume gepflanzt.
Daten aus den vergangenen Jahren
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Bericht zur Renaturierung 2021

INIFAP ist das nationale Institut für Forst-, Land- und Viehwirtschaftliche Forschung in Mexiko. Zusammen mit der INIFAP setzen wir die Renaturierung in den Bacalar Projektgebieten um.
Mehr zu INIFAP

Technischer und finanzieller Jahresbericht 2021

Deutsch (Translation)
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Technischer und finanzieller Jahresbericht 2021

Spanish (Original)
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Durchgeführte Aktivitäten, Empfehlungen und
Erfahrungen aus dem Jahr 2021

Deutsch (Translation)
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Durchgeführte Aktivitäten, Empfehlungen und
Erfahrungen aus dem Jahr 2021

Spanish (Original)
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Continuous Research for Climate Justice
Karte des n-Fixer-Optimierungs-Feldversuchs in Las Americas 5 mit 16.000 Sämlingen in einem randomisierten Blockdesign.

Forschungsstation für Renaturierungsökologie

Unsere Renaturierungsarbeiten ermöglichen es unserem eigenen akademischen Forschungsteam und Gastwissenschaftlern, groß angelegte Feldversuche durchzuführen, um Restaurierungsmethoden zu testen.
Mehr erfahren

Schutz der Wälder

Die Reservate Balam-Kú und Balam-Kin, die zusammen größer sind als Luxemburg, sind zwei der wichtigsten tropischen Trockenwaldreservate (Zonen, die unter Ökologische Schutz Zonen). Die Reservate erstrecken sich über 145 km von ihrem nördlichsten bis zum südlichsten Punkt. Sie dienen als Zufluchtsort für die lokale Artenvielfalt, insbesondere für Tiere in der Trockenzeit. Es ist auch die Heimat von Jaguaren und Ozelots.

In enger Zusammenarbeit mit der Regierung von Campeche unterstützen wir die Reservatsleitung beim Schutz dieses Ökosystems, indem wir beispielsweise ein kleines Team von Rangern finanzieren und ausstatten.

Für Reservatsschutz Spenden

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Reservate Balam-Kú und Balam-Kin im Bundesstaat Campeche
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TreeMapper

Ein leistungsfähiges und einfach zu bedienendes Werkzeug für die standardisierte Datenerfassung vor Ort bei der Wiederherstellung von Wäldern
Mit der Plattform Plant-for-the-Planet.org können Menschen weltweit vom Sofa aus Bäume pflanzen. 2021 kommt die nächste Revolution, auf die Wiederaufforstungsinitiativen weltweit händeringend gewartet haben: die TreeMapperApp – eine äußerst schlagkräftige Monitoring- und Reporting-App. Sie liefert Spenderinnen und Partnerinnen maximale Transparenz bei der Wiederherstellung von Ökosystemen. Und den Pflanz-Organisationen selbst ein Höchstmaß an Qualitätskontrolle. Überspitzt gesagt: Mit der Plattform Plant-for-the-Planet.org können Menschen weltweit vom Sofa aus Bäume pflanzen und mit der TreeMapperApp diesen Bäumen vom selben Sofa aus gleichsam beim Wachsen zuschauen, obwohl sie tausende Kilometer entfernt gepflanzt wurden.
Erkunde die Tagesaktuellen Daten

Anpflanzung von 36 einheimischen Arten

Wir wollen diese Wälder wiederherstellen, um Kohlenstoff zu binden und die lokale Artenvielfalt von Pflanzen, Tieren und anderen Arten zu schützen. Um die biologische Vielfalt zu schützen, erhöhen wir kontinuierlich die Zahl der Arten, die wir anpflanzen. Nachdem wir 2021 mit 21 Arten gearbeitet haben, werden wir 2022 mit 36 Arten arbeiten.

Darunter befinden sich viele Arten, die sich früh entwickeln, für die Wiederherstellung ehemaliger Weideflächen und dichte Gehölzarten für unsere Anreicherungspflanzungen.

LAS AMERICAS (CONSTITUCIÓN)

  • Chacté viga (Caesalpinia mollis)
  • Pich (Enterolobium cyclocarpum)
  • Caoba (Swietenia macrophylla)
  • Maculis (Tabebuia rosea)
  • Cedro (Cedrela odorata)
  • Kanasin (Lonchocarpus rugosus)
  • Mahahua (Heliocarpus mexicanus)
  • Ya'ax kin ché (Caesalpinia yucatanensis)
  • Káan jabin (Senna racemosa)
  • K'aan kaat (Luehea speciosa)
  • Tatúan (Colubrina arborescens)
  • Laurel (Bourreria mollis)
  • Granadillo (Platymiscium yucatanum)
  • Waaxim (Leucaena leucocephala)
  • Ramón (Brosimum alicastrum)
  • Tzalam (Lysiloma latisiliquum)
  • Chakaj (Bursera simaruba)
  • Jicara (Cresentia cujete)
  • Tinto (Haematoxylum campechianum)
  • Catzín negro (Acacia gaumeri)
  • Fierrillo (Caesalpinia vesicaria)
  • Chukum (Havardia albicans)
  • Katzin blanco (Mimosa bahamensis)
  • Madre cacao (Gliricidia sepium)
  • Pixoy (Guazuma ulmifolia)
  • Pucté (Bucida buceras)
  • Ceiba (Ceiba pentandra)

BACALAR

  • Caoba (Swietenia macrophylla)
  • Ramón (Brosimum alicastrum)
  • Maculis (Tabebuia rosea)
  • Tzalam (Lysiloma latisiliquum)
  • Pich (Enterolobium ciclocarpum)
  • Katalox (Swartzia cubensis)
  • Tinto (Haematoxylum campechianum)
  • Madre cacao (Gliricidia sepium)
  • Ceiba (Ceiba pentandra)
  • Kanasin (Lonchocarpus rugosus)
  • Machiche (Lonchocarpus castilloi)
  • Pasaak (Simaruba glauca)
  • Pucté (Bucida buceras)
  • Silil (Dyospirus tetrasperma)
  • Kitanché (Caesalpinia gaumeri)
  • Algodoncillo (Luehea speciosa)
  • Pixoy (Guazuma ulmifolia)
Um all diese Arten zu züchten, arbeiten wir mit zwei engen lokalen Partner-Baumschulen zusammen und haben in unserem Empowerment & Restoration Research Park in Constitución, Campeche, eine eigene Versuchsbaumschule aufgebaut.

Wiederherstellung in Yucatán: 7 Schritte von der Verwüstung zur biologischen Vielfalt

Halb-immergrüner Regenwald

Wir arbeiten daran einen halb-immergrünen Regenwald wiederherzustellen. Obwohl es sich auch um einen tropischen Regenwald handelt, ist dieser Wald ganz anders als wie wir ihn uns vielleicht vorstellen mögen. Diese Art von Wald hat eine Trockenperiode von 4-6 Monaten, in der es kaum bis gar nicht regnet. 25-50% der Bäume werfen in dieser Zeit ihre Blätter aus Wassermangel ab.

In Campeche, dem mexikanischen Staat, in dem wir arbeiten, sind 8.1% der Waldflächen seit 2002 verloren gegangen. Wenn wir dieses Ökosystem mit unseren Pflanzungen wiederherstellen, profitiert davon auch die Tierwelt. In Campeche, sind der Jaguar und der Tapir aufgrund von Abholzung und Rodung vom Aussterben bedroht. Der Lebensraum vieler Tierarten schwindet, Waldflächen werden oft durch menschliches Einwirken verkleinert und zerteilt.

Auf unseren Pflanzflächen wachen wir oft von den Rufen der Brüllaffen in der Nähe des Camps auf. Einige unserer Mitarbeiter haben sogar schon Jaguare gesehen. Dosenschildkröten sehen wir häufig. Wir hoffen, auch in den nächsten Jahren noch viele weitere tierische Bekanntschaften in unserem Wald machen zu können und arbeiten hart daran, diesen auch als Lebensraum für sie zu erhalten, zu vergrößern und zu verschönern.

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In einem halbimmergrünen Wald verlieren einige Bäume in der Trockenzeit ihre Blätter (Bild des Waldes in der Nähe unseres Büros auf Yucatán)

Unser Team aus 118 Mitarbeitenden

Hinzu kommt saisonal erforderliches Personal, das nach Bedarf beschäftigt wird.
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85 Wiederaufforster*innen

die Bäume pflanzen und für bestehende Bäume Platz schaffen, indem sie schnell wachsendes Gras in der Trockenzeit mit Macheten entfernen (etwa ein Drittel dieser Menschen arbeitet saisonal).

4 Pflanzflächen-Manager*innen

die je ein Team von 20 Aufforster*innen anleiten.
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13 Baumschultechniker*innen

die Samen sammeln, aussäen, pflegen und die Setzlinge für die Pflanzungen vorbereiten (nicht direkt bei Plant-for-the-Planet angestellt).

6 Ökolog*innen und Forstingenieur*innen

die Flächen auswählen, Bepflanzungen und Baumpflege planen und Experimente organisieren.
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4 Datenerfasser*innen

die Bäume vermessen, nach Anzeichen von Krankheit oder Befall Ausschau halten und Wurzel-, Blatt- und Bodenproben nehmen.

3 Köch*innen

die in unseren drei Küchen arbeiten und für alle Angestellten Mahlzeiten am Tag zubereiten.
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2 Handwerker*innen

die die Unterkünfte unserer Mitarbeitenden bauen und instand halten.

1 Mechaniker*inne

die unsere Baumschulfahrzeuge, Traktoren, Busse und Pflanzmobile warten und pflegen.
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Unser Las Americas Restaurierungsteam in der Nähe unseres Büros in Constitucion, Campeche im Jahr 2021

Unser Team aus 118 Mitarbeiter*innen

Hinzu kommt saisonal erforderliches Personal, das nach Bedarf beschäftigt wird
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85 Wiederaufförster*innen

die Bäume pflanzen und für bestehende Bäume Platz schaffen, in dem sie schnell wachsendes Gras in der Trockenzeit mit Macheten entfernen. (Ein Drittel dieser Menschen arbeitet saisonal.)
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4 Pflanzflächen-Manager*innen

die je ein Team von 20 Aufförster*innen anleiten.
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13 Nursery technicians

die Sameen sammeln, aussäen, pflegen und für die Pflanzungen vorbereiten. (nicht direkt bei Plant-for-the-Planet angestellt).
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6 Ökolog*innen und Forstingenieur*innen

die Flächen auswählen, Bepflanzungen und Baumpflege planen und Experimente organisieren.
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4 Datenerfasser*innen

die Bäume vermessen, nach Anzeichen von Krankheit oder Befall Ausschau halten und Wurzel-, Blatt und Bodenproben nehmen.
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3 Köch*innen

die in unseren drei Küchen arbeiten und für alle Angestellten 3 Mahlzeiten am Tag zubereiten.
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2 Handwerker*inne

die die Unterkünfte unserer Mitarbeiter*innen baut und in Stand halten.
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1 Mechaniker*innen

die unsere Baumschulfahrzeuge, Traktoren, Busse und Pflanzmobile in Gang halten.
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Projektleitung

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    Raul Negrete
    Präsident von Plant-for-the-Planet A.C. (Mexiko)
  • Raul, ein Bauingenieur, arbeitet als unabhängiger Immobiliengutachter. Er ist in Chetumal aufgewachsen – etwa zwei Stunden von unseren Restaurierungsgebieten entfernt – und unterstützt Plant-for-the-Planet seit er im Jahr 2013 Plant-for-the-Planet Mexico mitbegründet hat. Seitdem hat er unser Mexiko-Team aufgebaut und geleitet – von den ersten Akademien, die wir hier im Jahr 2013 organisiert haben, über den ersten Baum, der im Rahmen des Yucatán-Wiederherstellungsprogramms im Jahr 2015 gepflanzt wurde, bis zum Beginn unserer Waldschutzarbeit im Jahr 2022.

    Beirat

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    Ministerin Dr. Sandra Laffon Leal
    Umweltministerin
    Campeche
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    Dr. Ruben Dario Gongora
    Direktor
    INIFAP Quintana Roo
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    Dr. Carlos Tucuch
    Direktor
    CONAFOR Campeche
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    Arturo Balam Koyoc
    Direktor
    Balam-Kú und Balam-Kin Naturschutzgebiete
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    Jocelyn Duran
    Direktorin für Biodiversitätsschutz und -management
    Umweltministerium von Campeche
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    Miguel Arcos
    Bürgermeister Constitución
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    Andres Cruz Zamudio
    Rector
    Universidad Tecnológica de Calakmul

    Expertengremium zur
    Überwachung der Renaturierung

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    Dr. Pilar Angelica Gómez-Ruiz
    Professorin, Universidad Autónoma del Carmen
    Mexiko
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    Dr. Rakan A. Zahawi
    Professor, University of Hawaii
    Direktor der Charles-Darwin-Stiftung auf den Galapagosinseln
    USA/Ecuador
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    Dr. Joachim Hamberger
    Professor, TU München
    Deutschland
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    Joachim Elsässer
    BDI-Koordinator für Mexiko, Kolumbien, Peru und Chile
    Deutschland/Mexiko
    Continuous Research for Climate Justice
    Setzlinge in der Versuchsbaumschule in Constitución, Campeche

    Die drei Baumschulen

    Wir arbeiten eng mit zwei externen Partnerbaumschulen (in Chuina, Campeche und José María Morelos, Q. Roo) zusammen und haben 2022 eine eigene Versuchsbaumschule mit einer Kapazität von 200.000 Setzlingen in unserem Restoration Research Park in Constitución, Campeche, errichtet. Wir haben die Versuchsbaumschule gebaut, um die Keimungs- und Wachstumsverfahren seltener Arten zu erforschen.
    Las Americas in Yucatan

    Region Biosphärenreservat Balam-Kú/Calakmul

    • Las Américas 7 (7a, 7b, 7.1, 7.2)
      Die westliche Hälfte (7b) des Geländes besteht größtenteils aus intaktem Wald mit kleineren Degradationsstellen. Die östliche Hälfte ist vollständig abgeholzt. Im Jahr 2021 haben wir hauptsächlich den Wald in Las Américas 7a und teilweise 7.1 wiederhergestellt. Im Jahr 2022 konzentrieren wir uns auf die abgeholzten und degradierten Standorte in 7a, 7.1 und 7.2.

    • Las Américas 5
      Unser Forschungsgebiet (90 ha) befindet sich im Balam-Kú Ecosystem Reserve. Es ist nur einen Kilometer von unserem Büro entfernt und wird für unsere groß angelegten Feldversuche genutzt. In Zusammenarbeit mit dem Imperial College London und der ETH Zürich forschen wir an der Optimierung von Waldrenaturierungsstechniken.
    • Las Américas 3 & 4
      Unsere beiden größten Projektflächen befinden sich in den Reserven Calakmul und Balam-Kú. Sie sind die am wenigsten degradierten aller unserer Projektstandorte. Alle nicht stark degradierten Bereiche werden konserviert und können sich natürlich regenerieren. Zusammen mit der Regierung von Campeche unterstützen wir den Schutz dieser Ökosysteme. Wenn eine ausreichende Degradierung festgestellt wird, die eine intensive Renaturierung notwendig macht, werden wir eine Genehmigung beantragen und möglicherweise 2023 mit den Arbeiten beginnen.
    • Las Américas 1, 2 und 6
      Diese Standorte waren unterschiedlichen Stadien der Degradierung ausgesetzt. In den Jahren 2015–2020 haben wir aufgeforstet und Anreicherungspflanzungen (“Enrichment Planting”) durchgeführt.
    • Las Américas 10
      Dieses Gelände in der Nähe von Las Américas 2 umfasst 48 degradierte Hektar. Es ist ein hochwassergefährdetes Gebiet. Dieser niedrige Dornenwald wird ab 2022 und 2023 renaturiert und geschützt.
    • Las Américas 11
      Las Américas 11 verfügt über ca. 50 ha abgeholzte, ehemalige Rinderweiden. Die vielen Kalkfelsen und der dünne Boden im ersten Horizont erschweren die Wiederherstellung des Tiefland-Flutwaldes oder Tiefland-Dornwaldes. Hier wurde 2022 mit der Bepflanzung begonnen.
    Flächen erkunden
    Yucatan San Felipe Bacalar

    San Felipe Bacalar Naturschutzgebiet

    • San Felipe Bacalar A
      339 Hektar Wald verbrannten im Jahr 2019. Viele Bäume überlebten jedoch den Brand. Wir führen im Jahr 2021 Anreicherungspflanzungen durch, um die verlorenen Arten wiederherzustellen.
    • San Felipe Bacalar B
      Ein weiteres verheerendes Feuer im Jahr 2020 betraf diesen Abschnitt (220 ha) des Naturschutzgebietes. Wir führen hier im Jahr 2022 Anreicherungspflanzungen durch.
    • San Felipe Bacalar C, D & E
      Werden wir diese ehemalige 87ha große Kokosnussplantage wieder in einen natürlichen Wald zurückverwandeln.
    Flächen erkunden
    INIFAPs Renaturierungsbericht 2021 (Original in Spanisch)
    Auszug aus INIFAPs Renaturierungsbericht 2021 (Deutsche Übersetzung)

    Das möchten Sie vielleicht auch noch wissen

    Die Las Americas-Grundstücke sind in Besitz von Plant-for-the-Planet. Die Grundstücke in San Felipe Bacalar gehören unserem Partner INIFAP, einer staatlichen land- und forstwirtschaftlichen Forschungseinrichtung. Mit ihnen haben wir uns für die Wiederherstellung des Naturschutzgebiets San Felipe Bacalar zusammengeschlossen. Im Rahmen dieser Partnerschaft übernimmt Plant-for-the-Planet in enger Abstimmung mit INIFAP die Renaturierung - und Pflegearbeiten der Bäume in den ersten drei Jahren nach der Pflanzung. INIFAP ist dann für den langfristigen Schutz der Wälder verantwortlich.

    Unser Ziel ist es, in Mexiko bis zum Jahr 2030 100 Millionen Bäume zu pflanzen. Das ist ein sehr ambitioniertes Vorhaben. Nicht alle diese Bäume sollen auf der Halbinsel Yucatán gepflanzt werden, sondern auch im Rahmen anderer Maßnahmen im ganzen Land. Die Flächen von Plant-for-the-Planet und seinen Partnern allein reichen nicht für all diese Bäume. Wir sind daher ständig auf der Suche nach weiteren Standorten, um unsere Arbeit weiter fortzusetzen.

    Zusätzlich zu unserer Arbeit auf der Halbinsel Yucatán arbeiten wir mit Partnern an der Wiederherstellung von Wald in Zentralmexiko (siehe unten). Je nachdem, wo sie am meisten gebraucht werden, werden Baumspenden an Plant-for-the-Planet einem dieser beiden Projekte zugewiesen.

    Wir sind außerordentlich dankbar für die Unterstützung durch alle Spender*innen und Unterstützer*innen, die es uns ermöglichen, diese Ökosysteme wiederherzustellen. Aufgrund der durch die Covid-19-Pandemie verursachten Verzögerungen und weil wir uns darauf konzentrieren wollen, die Vielfalt der gepflanzten Arten zu erhöhen und diese Ökosysteme bestmöglich wiederherzustellen, werden wir unsere Maßnahmen nicht so schnell wie ursprünglich geplant ausweiten. Deshalb gehen wir davon aus, dass heute gespendete Bäume möglicherweise erst Ende 2022 oder in der Pflanzsaison 2023 gepflanzt werden.

    Transparenzbericht herunterladen

    Überlebensraten

    Die Überlebensraten der von uns gepflanzten Setzlinge sind sehr unterschiedlich. Zu den Schlüsselfaktoren, die sich auf die Überlebensraten auswirken, gehören die gepflanzten Arten sowie die Bodenbeschaffenheit des Standorts und der Grad der Verschlechterung des Ökosystems. Wir könnten die Artenauswahl ändern, um die Überlebensrate zu erhöhen, aber wir geben der biologischen Vielfalt Vorrang vor der Überlebensrate. Wenn wir aufgrund schlechter Bodenqualität oder starker Degradierung geringere Überlebensraten erwarten, erhöhen wir die Pflanzdichte, um sicherzustellen, dass sich der Wald dennoch entwickeln kann.

    Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Regenmenge, die in den Tagen vor und nach der Auspflanzung fällt. Hier haben wir einen gewissen Einfluss. In der Trockenzeit pflanzen wir natürlich gar nicht und pausieren in der Regenzeit, wenn die Niederschläge abnehmen.

    Die Überlebensraten von 2021 waren relativ niedrig, da es ein besonders trockenes Jahr war (CONAGUA, 2022) und wir viele unserer Bäume unter sehr schwierigen Bedingungen mit schlechter Bodenqualität und starker Degradation gepflanzt haben. Diese Bedingungen gelten auch für viele der Standorte, an denen wir im Jahr 2022 arbeiten.

    Die Überlebensraten der 2021 gepflanzten Bäume im ersten Jahr reichen von 9,13 % bis 78,56 % auf Standortebene. In Las Americas 7a - dem Standort mit den schwierigsten Bedingungen - betrug die durchschnittliche Überlebensrate 11,3 % (gemessene Spanne: 0,1 % - 41,5 %). In San Felipe de Bacalar lag die durchschnittliche Überlebensrate bei 36,4 % (gemessener Bereich: 9,2 % - 78,56 %).

    Wir arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung unseres Restaurierungsprozesses, um die Überlebensraten zu erhöhen. Einige unserer Forschungsarbeiten befassen sich damit, wie verschiedene Restaurierungsmethoden die Überlebens- und Wachstumsraten erhöhen können.

    Aber im Grunde pflanzen wir Bäume nicht, um Bäume wachsen zu lassen, sondern um vielfältige, einheimische Wälder zu schaffen. Die wichtigsten langfristigen Messgrößen sind also nicht die anfänglichen Überlebensraten, sondern die Vielfalt an Pflanzen, Tieren, Bakterien und Pilzen in unseren Wäldern.

    Hinweis: Die Daten für Las Americas 7a basieren auf einer vollständigen Zählung aller gepflanzten Bäume, die Daten für San Felipe de Bacalar auf einem zufälligen Teilabschnitt von 20 %.

    Tagesberichte & Projekt Protokolle

    Um Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit zu geben, haben wir die täglichen Arbeitsberichte unseres Pflanzteams digitalisiert und die Lieferscheine, die die Setzlinge von der Baumschule zu unseren Pflanzflächen begleiten, zusammengestellt. Hier finden Sie auch eine Aufstellung über die Anzahl unserer Mitarbeiter*innen, die teilweise seit dem ersten Baum dabei sind, unsere Gebäude und Maschinen sowie eine Übersicht über weitere Kosten.
    Tagesberichte & Projekt Protokolle
    Projektpartner
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    FAQ